Baby beim Kinderarzt

Gut vorbereitet zum Termin beim Kinderarzt

Sie haben den Verdacht, dass Ihr Baby unter einer Kuhmilchallergie leidet? Zögern Sie bei Anzeichen nicht, Ihren Arzt um Rat zu bitten. Kinder-Allergologen oder Kinder-Gastroenterologen (Spezialisten für Kinder mit Magen-Darm-Problemen) sind in diesem Fall weitere hilfreiche Ansprechpartner. Wie Sie sich optimal auf einen Termin beim Fachmann vorbereiten und welche Informationen er von Ihnen benötigt, erfahren Sie in unserer Checkliste.

Vorbereitung: Daran sollten Sie denken

Um Stress zu vermeiden, lohnt es sich, rechtzeitig vor dem Arzttermin die wichtigsten Dinge zurechtzulegen. Hierzu zählen unter anderem:

  • Versicherungskarte
  • Impfpass
  • Untersuchungsheft (U-Heft)

Außerdem wird empfohlen, dem Arzt eine Liste mit Fragen und Beobachtungen mitzubringen. So kann der Kinderarzt leichter abschätzen, ob bei Ihrem Kleinem tatsächlich eine Kuhmilchallergie vorliegt. Sie können dafür unsere Checkliste nutzen und als PDF herunterladen sowie anschließend ausdrucken.

Checkliste für Ihren Besuch beim Kinderarzt herunterladen

Lesen Sie sich zur Vorbereitung in Ruhe die folgenden Anregungen durch:

Beschwerden

Häufig treten im Zuge einer Kuhmilchallergie Hautreaktionen, Magen-Darm-Beschwerden oder Atemwegsbeeinträchtigungen auf. Beobachten Sie diese Symptome bei Ihrem Kind, notieren Sie sich unbedingt alle Auffälligkeiten – zum Beispiel, ob sie nur nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel auftreten.

Zu den Beschwerden einer Milchallergie gehören unter anderem:

Machen Sie den Test

Ihr Baby leidet an Beschwerden, die auf eine Kuhmilchallergie hindeuten, aber Sie sind sich nicht sicher? Dann führen Sie diesen einfachen Online-Test durch und besprechen Sie das Ergebnis mit dem Arzt beim anstehenden Termin. Beachten Sie, dass der Test keinen Arztbesuch ersetzen kann!

Zum Kuhmilchallergie-Test

Bisherige Ernährung

Gerade bei Lebensmittelallergien wie der Kuhmilchallergie gilt es, den Kinderarzt genau über die aufgenommene Nahrung zu informieren. Diese Fragen könnte der Fachmann Ihnen zur Vorbereitung eines Tests stellen:

  • Stillen Sie Ihr Kind? Oder: Bis wann genau wurde gestillt?
  • Bekommt Ihr Baby eine Säuglingsnahrung? Wenn ja, mit welcher Milchnahrung füttern Sie es?
  • Isst Ihr Kleines bereits Beikost? Wenn ja, welche?

Allergierisiko

Leidet bereits ein Familienmitglied unter einer Allergie? Entscheidend sind hierbei vor allem:

  • Atopische Dermatitis
  • Heuschnupfen und Asthma
  • Nahrungsmittelallergien (zum Beispiel auf Kuhmilch)
  • Unverträglichkeiten, beispielsweise eine Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit)

Mögliche Allergien in der Familie können Sie vor dem Arztbesuch erfragen.

Allergie-Test: Wie beim Arzt eine Kuhmilchallergie festgestellt wird

Nach einem ausführlichen Gespräch und ausreichenden Informationen führt der Kinderarzt womöglich unterschiedliche Tests auf eine Kuhmilchallergie bei Ihrem Baby durch.

Blut- und Hauttest können einen ersten Hinweis auf eine Allergie geben, sind allerdings häufig allein nicht aussagekräftig. Deshalb ist es auch für den Kinderarzt schwer sofort zu erkennen, ob eine Allergie vorliegt oder andere Gründe für die Symptome verantwortlich sind.

Die von Kinderärzten empfohlene Vorgehensweise ist eine kuhmilchfreie Eliminationsdiät (kuhmilchfreie Auslassdiät). Was das für Ihr Kleines heißt? Bei gestillten Kindern empfiehlt der Arzt zunächst eine milchfreie Diät der Mutter, denn Kuhmilchallergene in der mütterlichen Ernährung können beim Baby allergische Reaktionen auslösen. Bei Flaschenkindern wird der Mediziner als Ersatz eine Spezialnahrung empfehlen, sodass Ihr Baby weiterhin alle wichtigen Nährstoffe bekommt. Dadurch kann festgestellt werden, ob es dem Kind ohne Milch besser geht und die Beschwerden zurückgehen. Ist dies der Fall, führt der Kinderarzt abschließend zur Bestätigung der Diagnose eine Provokation durch, also eine erneute Gabe von Kuhmilch.

Alle wichtigen Infos rund um die Diagnose

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