Tipps bei Kuhmilchallergie

Über die Ernährung hinaus – 
Tipps bei Kuhmilchallergie

Falls Ihr Baby eine Kuhmilchallergie hat, also allergisch gegenüber den Milcheiweißen reagiert, ist eine Nahrungsumstellung mit Verzicht auf Milchprodukte notwendig. Spezialnahrungen können Ihr Kind hierbei mit den Inhaltstoffen versorgen, die sie eigentlich über die Milch oder Säuglingsmilch aufnehmen würden. Allergiebedingte Beschwerden, wie beispielsweise Durchfall und Hautausschläge, klingen durch den Verzicht auf Milch in der Regel nach und nach ab. Ergänzend zur Ernährungsumstellung ist es auch möglich, mit einfachen Maßnahmen zur Linderung der Symptome des Kindes beizutragen. Die besten Tipps gibt es hier auf einen Blick.

Erster Schritt: Diagnose und Ernährungstherapie

Sie vermuten eine Milchallergie bei Ihrem Baby? Dann machen Sie für erste Hinweise den Kuhmilchallergie-Test und besprechen das Ergebnis anschließend mit Ihrem Kinderarzt. Bestätigt sich der Verdacht, unterstützt eine kuhmilchfreie Spezialnahrung bei der Ernährungsumstellung. Informieren Sie sich bei uns über die Ernährung bei einer Kuhmilchallergie.

Das hilft bei Beschwerden im Magen-Darm-Trakt Ihres Babys

Bauchweh und andere Beschwerden, die den Magen-Darm-Trakt betreffen, machen den Kleinen bei einer Kuhmilchallergie oft zu schaffen. Entspannende und entkrampfende Maßnahmen können neben der entsprechenden Ernährungsumstellung zur Linderung beitragen. Sorgen Sie beispielsweise während des Essens für eine beruhigende Atmosphäre, indem Sie diese Punkte berücksichtigen:

  • Achten Sie darauf, dass Ihr Baby sein Bäuerchen macht. Eine aufrechte Haltung und das leichte Klopfen am Rücken fördern dies. Ruhe und Zeit beim Füttern helfen bei Symptomen wie häufigem Aufstoßen.
  • Es empfiehlt sich, dem Kind mehrere kleine Mahlzeiten zu geben und den Oberkörper im Anschluss etwas erhöht zu legen. Das wirkt starkem Spucken entgegen.

Außerdem haben sich Bauchmassagen gegen Bauchweh bewährt.

Bauchmassagen bei Babys: So geht’s

  1. Verwenden Sie ein körperwarmes Babyöl, welches für die Säuglingshaut geeignet ist.
  2. Anfänglich sollte die warme Hand ganz leicht auf den Bauch des Kleinen gelegt werden.
  3. Die Hand streicht nun sanft und langsam in kleinen Kreisbewegungen im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel. Der Uhrzeigersinn entspricht dem natürlichen Darmverlauf.
  4. Lassen Sie die Bewegungen spiralförmig größer werden und abschließend wieder kleiner, bis die Hand erneut auf dem Nabel liegt.
  5. Hier kann die warme Hand zum Abschluss noch verweilen.

Nicht jeder Säugling mag die Berührung am Bauch, wenn er dort Schmerzen hat. Behalten Sie deshalb immer die individuellen Signale Ihres Kleinen im Blick.

Um dem Baby zu helfen bei Blähungen, verwenden Eltern gern Bauchwickel mit Ölmischungen. Hierfür einfach ein bis zwei Teelöffel Öl auf ein Leinentuch geben und erwärmen. Sobald der Stoff eine angenehme Körpertemperatur hat, wickeln Sie ihn in ein weiteres Tuch. Legen Sie dieses auf das Bäuchlein Ihres Babys und umhüllen es mit einem Außentuch wie beispielsweise einer Decke oder einem Handtuch. Es empfiehlt sich eine Dauer von 30 Minuten bis einer Stunde1.

Tipps bei Hautausschlägen: So helfen Sie Ihrem Kleinen

Zu den Symptomen einer Kuhmilchallergie zählen auch Beschwerden, welche die Haut betreffen. Dazu gehören unter anderem

Cremes und Salben, die Ihnen Ihr Kinderarzt empfiehlt, sind hier zur Pflege wichtig. Außerdem unterstützen Sie den Heilungsprozess der Haut mit diesen einfachen Maßnahmen:

  • Versuchen Sie Ihr Baby daran zu hindern, dass es sich kratzt oder scheuert, indem Sie ihm zum Beispiel spezielle Handschuhe anziehen.
  • Auch das Vermeiden reizender Stoffe, zum Beispiel starker Wasch- und Reinigungsmittel oder Kosmetika sowie Weichspüler, hilft dabei, dass sich die Haut wieder beruhigt.

Zur Minderung der Talgproduktion bei Milchschorf hat sich außerdem Tee als Hausmittel bewährt. Geben Sie hierfür einfach zwei Teelöffel Schwarztee und einen Viertel Liter kochendes Wasser in eine Kanne oder Tasse. Lassen Sie das Gemisch zehn Minuten stehen bis es lauwarm ist. Dann können Sie den schuppigen Belag der Kopfhaut damit betupfen.

 

1Uhlemayr, Ursula: Wickel & Co. Bärenstarke Hausmittel für Kinder. Burgberg: Urs-Verlag 2016. S. 128.

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