Diagnose Kuhmilchallergie beim Baby

Wie kommt es zur Diagnose Kuhmilchallergie?

Babys mit einer Milchallergie leiden häufig an sehr unterschiedlichen Symptomen. Hierzu zählen zum Beispiel Atemwegsprobleme, Hautausschläge, Bauchweh oder Durchfall, die direkt nach dem Verzehr oder auch erst einige Stunden später auftreten können.

Hat mein Kind eine Kuhmilchallergie? Machen Sie den Test!

Als Eltern sollten Sie erste Anzeichen für eine Kuhmilchallergie Ihres Babys nicht unterschätzen. Der Nutricia Kuhmilchallergie-Test kann Ihnen durch die Beantwortung weniger Fragen schnell und einfach einen ersten Hinweis darauf geben, ob Ihr Kind die typischen Symptome aufweist. Bitte besprechen Sie das Testergebnis immer mit Ihrem Kinderarzt.

Bei einem Termin überprüft der Kinderarzt Ihren Verdacht mithilfe verschiedener Beobachtungen und Untersuchungen. Über die Maßnahmen zur Diagnose einer Kuhmilchallergie informieren wir Sie hier.

Kuhmilchallergie-Diagnose:
1. Die Krankengeschichte (Anamnese)

Im ersten Schritt beschäftigen sich Ärzte mit den Besonderheiten des Kindes und seiner Krankengeschichte. Die gesammelten Informationen dienen dazu, möglichst schnell festzustellen, ob die Kuhmilch als Auslöser infrage kommt.

Hilfreich ist das Führen eines Ernährungstagebuchs. Darin notieren Eltern die genauen Zeitpunkte

  • der Nahrungsaufnahme und
  • des Auftretens der Beschwerden des Babys.

Bei Stillkindern bietet sich zudem die Dokumentation der verzehrten Lebensmittel der Mama an, da diese in kleinen Mengen in der Muttermilch enthalten sind – und somit ebenfalls vom Säugling aufgenommen werden und zu allergischen Reaktionen führen können.

Kuhmilchallergie-Diagnose:
2. Haut- und Bluttests

Gegebenenfalls nimmt der Kinderarzt zur weiteren Diagnostik< einer Kuhmilchallergie Haut- oder Bluttests vor. Beide Maßnahmen helfen dabei, herauszufinden, ob das Baby sensibel auf ein Nahrungsmittel reagiert.

  • Hautuntersuchung: Der Mediziner trägt hierfür die vermuteten Allergene, also das Eiweiß der Milch, Ihrem Kleinen direkt auf die Haut auf. Dabei liegt das Protein entweder in Form eines Extrakts oder in seiner natürlichen Form vor. Wenn daraufhin allergische Reaktionen wie Ausschläge beobachtbar sind, liefert das einen Hinweis auf eine mögliche Kuhmilchallergie Ihres Babys.
  • Blutuntersuchung: Die Blutabnahme und -untersuchung dient dazu, den IgE-Wert im Blut Ihres Kleinen festzustellen. Dieser spielt eine wichtige Rolle bei allergischen Reaktionen. Ist das spezifische IgE auf Kuhmilcheiweiß sehr hoch, deutet das auf eine Kuhmilchallergie hin. Da es jedoch auch eine nicht-IgE vermittelte Form der Milchallergie gibt, kann ein Bluttest eine Erkrankung nicht ausschließen.

Beachten Sie deshalb, dass diese Untersuchungsmethoden lediglich Hinweise im Rahmen der Diagnose stellen. Als alleiniger Befund ist die Aussagefähigkeit nicht ausreichend.

Kuhmilchallergie-Diagnose:
3. Eliminationsdiät und Provokation

Während einer Eliminationsdiät werden Nahrungsmittel, welche die Allergene enthalten, aus der Ernährung weggelassen. Auf diese Weise kann die eindeutige Diagnose einer Kuhmilchallergie gestellt werden. Ihr Baby darf dabei keinerlei Milch oder Milchprodukte zu sich nehmen. Herkömmliche Säuglingsnahrungen basieren oftmals auf Milcheiweiß und sind daher im Rahmen der Eliminationsdiät nicht geeignet. Ein Kinderarzt wird Ihnen als Alternative eine geeignete Spezialnahrung empfehlen. Dieser legt auch die Dauer der Diät fest, sie sollte niemals ohne ärztliche Aufsicht erfolgen.

Sollten die Symptome im Rahmen der Eliminationsdiät verschwinden und Ihr Kind wieder fröhlich und ausgeglichen sein, liefert das einen entscheidenden Hinweis: Die Kuhmilch kann in diesem Fall als Auslöser bestimmt werden. Hilfreich zur Feststellung der Verbesserung ist das Symptomtagebuch. Dort dokumentieren Mama und Papa die genaue Entwicklung der Beschwerden beim Weglassen der Milchbestandteile in der Ernährung.

Gut zu wissen:

Für stillende Mütter gilt es im Rahmen der Eliminationsdiät ebenfalls auf Milchprodukte zu verzichten. Grund hierfür ist, dass vieles, was die Mama im Rahmen Ihrer Ernährung zu sich nimmt, in abgewandelter Form in der Muttermilch wiederzufinden ist.

Nach der Eliminationsdiät ist ein wesentlicher Bestandteil der Kuhmilchallergie-Diagnose eine sogenannte orale Provokation, also eine Belastung mit Kuhmilch. Dabei erhält Ihr Baby beim Kinderarzt erneut Milch oder kleine Mengen an Milchbestandteilen, um zu prüfen, ob die Beschwerden wiederkehren und die Milch wirklich der Auslöser ist. Treten die Symptome wieder auf, gilt der Verdacht auf Kuhmilchallergie als bestätigt. In dem Fall stellt Ihnen Ihr Arzt Möglichkeiten einer milchfreien Ernährung vor, beispielsweise mithilfe von Spezialnahrung.

Mehr zu Dauer und Methoden der Behandlung

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