Baby und Mutter mit Baby Spielzeug

Kuhmilchallergie: Welche Symptome sind bei Babys typisch?

Es gibt viele unterschiedliche Möglichkeiten, wie sich eine Kuhmilchallergie bei Säuglingen bemerkbar macht. Manchmal zeigen Kinder sofort Beschwerden – teilweise aber jedoch auch erst bis zu 48 Stunden nach der Milchmahlzeit1. Typische Symptome sind dabei beispielsweise Durchfall, Bauchschmerzen oder Blähungen. Doch wussten Sie, dass die Milchallergie auch Hautreaktionen mit sich bringen und die Atemwege betreffen kann?

Symptome des Magen-Darm-Trakts bei Kuhmilchallergie

Besonders in den ersten Lebensmonaten kann es bei Babys häufig zu Blähungen und Bauchweh kommen. Der Grund hierfür: Der Magen-Darm-Trakt befindet sich noch in der Entwicklung und muss sich zunächst noch an die Umwelt, insbesondere an die Ernährung – egal ob Muttermilch oder Säuglingsnahrung – gewöhnen. Oft verschwinden diese Symptome innerhalb der ersten Monate wieder. Doch liegt eine Kuhmilchallergie vor, ist das meist nicht der Fall – die Beschwerden bleiben bestehen oder verstärken sich.

Dann leiden die Kleinen darüber hinaus nicht selten unter

Zudem spucken viele Kinder vermehrt oder haben Blut im Stuhl. Letzteres wiederum ist in der Regel auf eine entzündete Darmschleimhaut, ausgelöst durch die Allergie, zurückzuführen. Finden Sie also Blut in der Windel Ihres Babys, sollte Sie das nicht direkt in Panik versetzen: Eine entzündete Darmschleimhaut aufgrund einer Kuhmilchallergie kann der Kinderarzt gut mit einer Ernährungsumstellung behandeln.

Achtung Verwechslungsgefahr!

Im Volksmund wird eine Milcheiweißallergie beim Baby oftmals synonym zu einer Kuhmilchunverträglichkeit verwendet. Das ist aber nicht korrekt: Viele Symptome ähneln sich zwar, allerdings besteht eine richtige Allergie gegenüber dem Milcheiweiß – und nicht eine Unverträglichkeit gegen den Milchzucker (Laktose)!

Milcheiweißallergie: Diese Symptome betreffen die Haut

Die Beschwerden einer Kuhmilchallergie betreffen bei Babys häufig auch die Haut. Typisch sind vor allem Ausschläge und Ekzeme. Eines der ersten Symptome ist gewöhnlich die Entstehung von Milchschorf. Hierbei bilden sich harte, schuppige Hautpartien, die meist mit starkem Juckreiz einhergehen. Übrigens: Milchschorf kann ein Vorbote von Neurodermitis sein und sollte vom Kinderarzt abgeklärt werden. Er berät Sie über den Zusammenhang zwischen der Ernährung des Babys und der Hautveränderung und weiß zudem, welche Maßnahmen die Beschwerden lindern.

Atemwegsprobleme und weitere Symptome der Milchallergie

Eine Kuhmilchallergie wirkt sich oftmals auch auf die Gesundheit der Atemwege aus. Die Schleimhäute können aufgrund der allergischen Reaktion anschwellen und sich entzünden. Dann plagen die Babys Symptome wie chronischer Schnupfen oder Husten – teilweise sogar Atemnot oder Asthma. Zudem leiden die Kleinen häufig unter Bronchitis.

Weitere mögliche Symptome der Milchallergie

Neben den typischen Beschwerden, berichten viele Eltern darüber hinaus, dass Ihre Babys unter

  • extremer Müdigkeit leiden,
  • sehr unruhig nach der Nahrungsaufnahme sind und oft
  • untröstlich weinen.

Vorsicht: In seltenen Fällen kommt es zu plötzlichen schweren allergischen Reaktionen (anaphylaktischer Schock), die sich in der Regel durch starken Juckreiz, Erbrechen, Übelkeit, Atemwegsprobleme oder sogar Kreislaufversagen zeigen. Diese Komplikationen stellen für Babys eine lebensbedrohliche Situation dar – rufen Sie umgehend den Notarzt!

Gehen Sie zum Kinderarzt

Bemerken Sie bei Ihrem Kind eines dieser Symptome, zögern Sie nicht, den Kinderarzt aufzusuchen. Er kann letztlich die Diagnose „Kuhmilchallergie“ stellen und eine entsprechende Behandlung einleiten.

Übrigens: Vor dem Arztbesuch können Sie einen ersten Test durchführen, der Ihnen Hinweise darauf gibt, ob Ihr Baby an einer Kuhmilchallergie leidet – das Ergebnis nehmen Sie am besten mit zum Termin beim Kinderarzt.

 

1European Centre of Allergy Research Foundation: Kuhmilchallergie. URL: https://www.ecarf.org/info-portal/allergien/kuhmilchallergie/ (03.09.2019).

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