Mutter massiert Babys Bauch

Blähungen bei Babys:
Auslöser und Tipps

Anzeichen für Blähungen beim Baby sind ein harter Bauch (der sogenannte Blähbauch) und krampfhaft angezogene Beinchen, die heftig wieder weggestreckt werden. Die unangenehmen Beschwerden kommen im Säuglingsalter entwicklungsbedingt vor, sie deuten in Kombination mit anderen Symptomen jedoch oftmals auch auf eine Unverträglichkeit oder Allergie hin. So kann beispielsweise Milch der Auslöser für die starken Blähungen bei Ihrem Baby sein. Wann das der Fall ist und wie Sie diese lindern, erfahren Sie hier auf einen Blick.

Starke Blähungen: Welche Gründe gibt es bei Babys?

In vielen Fällen müssen sich Mamas und Papas keine Sorgen machen, wenn sie leichte Blähungen beim Säugling beobachten: Die Ursache hierfür kann ganz natürlich und harmlos sein.

  • In der Regel löst der noch nicht vollständig entwickelte Magen-Darm-Trakt, welcher in den ersten Monaten sensibel auf neue Nährstoffe und Keime reagiert, die Beschwerden aus.
  • Darüber hinaus befindet sich bei Säuglingen häufig zu viel Luft im Bauch, was zu Blähungen führen kann. Dazu kommt es, wenn das Baby sehr hastig von der Muttermilch trinkt. Aber auch durch den Schaum der Flaschennahrung nimmt Ihr Liebling womöglich vermehrt Luft auf.

Gut zu wissen:

Ihr Baby schreit sehr häufig. nach der Nahrungsaufnahme, krümmt sich und verzieht schmerzhaft das Gesicht? Unangenehme Blähungen treten insbesondere am späten Nachmittag oder nachts auf? Dann handelt es sich womöglich um Regulationsstörungen (umgangssprachlich auch 3-Monats-Koliken genannt), die typischerweise in den ersten drei Lebensmonaten des Babys vorkommen.

Neben diesen meist harmlosen Faktoren treten Blähungen beim Baby aber auch als Symptom von ernst zunehmenden Erkrankungen auf. Heftige und wiederkehrende Beschwerden, vor allem nach dem Essen, deuten eventuell auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder Allergie hin. Zu den Auslösern im Säuglings- und Kleinkindalter zählen unter anderem Milch, Soja, Nüsse, Ei und Weizen. Diese Allergene können auch aus der mütterlichen Ernährung in die Muttermilch gelangen und dort zu Allergien bei gestillten Kindern führen. Bei Verdacht auf eine Allergie sollten Sie unbedingt einen Kinderarzt aufsuchen.

Kuhmilchallergie als Auslöser der Baby-Blähungen

Ziehen Sie bei starken Blähungen Ihres Kindes immer auch eine Kuhmilchallergie, umgangssprachlich Milchallergie genannt, in Betracht. Hierbei stuft das junge Immunsystem ein Eiweiß der Milch als fremd ein und reagiert unter anderem mit einer Entzündung der Darmschleimhaut. Die Folgen sind zum Beispiel:

Zudem kann es zu Atemwegsbeschwerden oder Hautproblemen kommen, indem sich beispielsweise Ekzeme oder Ausschläge bilden. Dabei gilt: Auch die aufgenommenen Lebensmittel der Mama finden sich in kleinen Mengen in der Muttermilch wieder und können somit allergische Reaktionen wie Blähungen beim Baby verursachen.

Vermuten Sie, dass Ihr Baby an einer Milchallergie leidet, empfiehlt es sich, den Kuhmilchallergie-Test durchzuführen. Der Test ersetzt jedoch keinen Arztbesuch, sondern gibt lediglich einen ersten Hinweis. Scheuen Sie deshalb bitte nicht, den Kinderarzt auf Ihre Vermutung anzusprechen. Er kann eine entsprechende Diagnose stellen.

So wird eine Kuhmilchallergie diagnostiziert

Tipps: Was hilft gegen Blähungen bei Babys und Kleinkindern?

Im Falle einer Kuhmilchallergie ist es notwendig, dass Mamas, die stillen, auf Lebensmittel mit Milch verzichten. Bei Babys, die Flaschennahrung zu sich nehmen, empfiehlt Ihnen der Kinderarzt eine geeignete Spezialnahrung, die keine Milchbestandteile enthält.

Leichte Baby-Blähungen lassen sich mit diesen Tipps lindern:

  • Nehmen Sie sich für die Mahlzeit des Kindes ausreichend Zeit, sodass es häufiger aufstoßen kann – also ein Bäuerchen macht – und sich folglich weniger Luft im Magen sammelt.
  • Leichte Bauchmassagen sorgen für Entspannung und unterstützen die Darmtätigkeit.
  • Nehmen Sie Ihr Kleines in der Fliegerhaltung (Fliegergriff). Dabei liegt der Säugling in Bauchlage auf Ihrem Unterarm, was ein leichtes Abgehen der angestauten Luft ermöglicht.

Tipp:

Warten Sie nach der Zubereitung der Flasche, bis sich der durch das Schütteln entstandene Schaum gesetzt hat. So lässt sich verhindern, dass Ihr Baby vermehrt Luft beim Trinken aufnimmt.

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