kleines Mädchen hat Schmerzen

Verstopfung bei Babys: Ursachen und was dagegen hilft

Hat Ihr Baby schon seit mehreren Tagen keinen Stuhlgang mehr in der Windel oder zeigt es Schmerzen bei der Stuhlentleerung? Dann leidet Ihr Kind womöglich an einer Verstopfung. Säuglinge haben häufiger unangenehme Verdauungsstörungen, da ihr Magen-Darm-Trakt noch nicht vollständig ausgereift und deshalb sehr empfindlich ist. Anzeichen einer Verstopfung sollten Mamas und Papas jedoch nicht unterschätzen, um weitere Beschwerden der Kleinen zu vermeiden.

Welche Gründe gibt es für Verstopfungen beim Baby?

Wenn Ihr Kind mit Schmerzen bei der Entleerung des Darms kämpft, Stuhlgang nur selten vorkommt und dieser sehr hart und klumpig ist, sprechen Mediziner von einer Verstopfung. Grund hierfür können auch Allergien sein.

Gerade bei einer Kuhmilchallergie wird ein Verdacht oftmals zu selten oder zu spät überprüft: Hierbei bedingt das Eiweiß als Bestandteil der Kuhmilch eine allergische Reaktion, wie beispielsweise die Verstopfung. Typisch für eine Kuhmilchallergie sind auch Symptome wie Spucken, Bauchweh oder Blut im Stuhl. Kuhmilch ist in der Regel Bestandteil der herkömmlichen Säuglingsnahrungen. Das Baby kann die Milcheiweiße aber auch durch die Ernährung der Mama beim Stillen über die Muttermilch aufnehmen.

Verstopfung beim Baby: Wann zum Arzt?

Um weitere Beschwerden bei Ihrem Kind zu vermeiden, sollten Sie den Verdacht auf eine Kuhmilchallergie unbedingt aufklären. Unser Kuhmilchallergie-Test kann Ihnen hierfür einen wichtigen ersten Hinweis geben.

Zum Kuhmilchallergie-Test

Besprechen Sie das Ergebnis jedoch auf jeden Fall mit einem Kinderarzt. Er kann eine Diagnose stellen, beispielsweise mithilfe der Eliminationsdiät (dem Weglassen der Kuhmilchbestandteile in der Ernährung innerhalb eines gewissen Zeitraums) und empfiehlt anschließend eine entsprechende  Ernährungstherapie.

Diese Gründe kommen bei einer Verstopfung Ihres Säuglings auch infrage:

  • Ein Mangel an Flüssigkeit führt oftmals zum Verhärten des Stuhlgangs. Ausreichend Trinken ist also auch schon für die Kleinsten wichtig. Gerade an heißen Tagen und bei kranken Kindern, die durch Fieber oder temperaturbedingtes Schwitzen viel Flüssigkeit verlieren, gilt es den Verlust auszugleichen. Beachten Sie, dass auch die Verwendung von kalkhaltigem Wasser den Stuhl fest werden lassen kann.
  • Schmerzhafte Erfahrungen beim Stuhlgang, beispielsweise bedingt durch einen wunden Po oder kleine Verletzungen am After, können bei Babys Angst vor dem Stuhlgang auslösen. Die Kleinen halten dann instinktiv ihren Drang zurück, was den Stuhl über einen längeren Zeitraum härter werden lässt und letztendlich zu einer schmerzvollen Verstopfung führt.
  • Organische Ursachen sollten beim Säugling gezielt ausgeschlossen werden. Es besteht beispielsweise die Möglichkeit, dass der Grund für schwere Verstopfungen eine angeborene Fehlbildung des Dickdarms ist. Diese führt dazu, dass der Inhalt im Darm stecken bleibt.

Leichte Verstopfung beim Baby: Was hilft?

Neben der richtigen Behandlung einer Kuhmilchallergie lassen sich leichte Verstopfungen mithilfe dieser Tipps unterstützend behandeln:

  • Eine gesunde Haut im Windelbereich ist bei einer Verstopfung Ihres Babys besonders wichtig: Cremen Sie rissige oder trockene Stellen am Po mit entsprechenden Pflegeprodukten ein.
  • Verzichten Sie bei der Babynahrung auf Nahrungsmittel wie Karotten und Bananen, die einen stuhlfestigenden Effekt haben. Bevorzugen Sie stattdessen auflockernde Lebensmittel, wie zum Beispiel Birnen und Aprikosen.
  • Zur Regulierung des Stuhlgangs kann eine weitere hilfreiche Maßnahme die Zugabe von etwas Öl sein.

Auch eine sanfte Bauchmassage tut Ihrem Baby gut, wenn es mit leichten Verstopfungen zu kämpfen hat.

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